Demographischen Wandel gestalten und Infrastruktur erhalten

Die Berücksichtigung des demographischen Wandels bei der Entwicklung der Ortsteile ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Dies betrifft bauliche Maßnahmen mit Schaffung von Barrierefreiheit, aber auch die Art und Weise wie wir kommunizieren und wie bzw. welche Orte wir aufsuchen. 

Räume der Begegnung

 

Die Infrastruktur der Orte verändert sich massiv und zum Nachteil unseres Miteinanders. Diese Veränderungen müssen abgepuffert werden. Wir müssen neue Räume der Begegnung schaffen, die uns die Möglichkeiten bieten  jeder Generation, ob Jung oder Alt Raum zur Entfaltung unseres Miteinanders zu geben. Wichtig dabei ist es dezentral zu denken und die Räume in den Dörfern zu schaffen.  Dort wo Menschen wohnen braucht es Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum, denn das macht unsere mitteleuropäischen Dörfer schon seit Jahrhunderten aus und das entspricht unserer Kultur.

Die wenigen Orte der Begegnung die wir noch haben, wie z.B. unsere Bäckereien, kleineren Einzelhändler und unsere Bank müssen erhalten und gestärkt werden. 


Digitalisierung 

Eine Möglichkeit der Vernetzung ist die Schaffung digitaler Tools und Apps auf kommunaler Ebene. Als Informationsmedium des täglichen Lebens für uns alle sind diese geeignet und auf einer neuen Ebene zu vernetzen und einer Vereinsamung entgegen zu wirken. Ähnlich, so wie es bereits in einigen Gruppen auf sozial Media der Fall ist. 

Es ist jedoch genauso wichtig als Verwaltung mit der Zeit zu gehen und digital zu werden, so dass man Anträge zukünftig auch einfach -von zu Hause aus - am Rechner stellen kann. Was unter den Stichwort "E-Government" bezeichnet wird, ist eine Vereinfachung und Zeitersparnis für den Bürger. E-Government ist mindestens so seriös und schützenswert ist wie Online-Banking, so dass mit Know-How und Köpfchen eine Verbesserung in der Bürokratie eingeführt werden kann. 

Der Breitbandausbau wird zur Zeit im Kreis bzw. Gemeindegebiet durch den Kreis Lippe vorangetrieben. Natürlich muss flächendeckend für alle Bürger ein verlässlicher Internetzugang gewährleistet werden. Allen voran den Gewerbetreibenden.
Dies sind die Herausforderungen, die bewältigt werden müssen. 

Mobilität 

Doch Infrastruktur meint natürlich auch die verkehrliche Infrastruktur. Das Radwegenetz in Dörentrup sollte auf seine Vollständigkeit und seine Qualität hin überprüft werden. Es sind Verbesserungen notwendig, man denke nur an die Ortsdurchfahrt in Bega an der B66, an der die Fahrradfahrer oft sogar angehupt werden, da sie gezwungen sind auf der Straße zu fahren. Die Attraktivität des Radfahrens muss erhöht werden, der Bedarf an Abstellboxen und Ladestationen sollte überprüft werden. 

Der öffentliche Personennahverkehr ist der Verwaltung der Gemeinde Dörentrup nicht unterstellt, jedoch sollte darauf hingewirkt werden, dass dieser ausgebaut wird und bezahlbar bleibt. Neue Ideen, wie zum Beispiel eine Reaktivierung der Bahnverbindung nach Lemgo und Barntrup sollten gefördert werden, denn Sie stellen neue Weichen für unsere Mobilität.